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Wanderimkerei: Immer dem Nektar nach – Unsere Bienen auf Reisen

Wer Felder, Obstgärten oder blühende Flächen bewirtschaftet, weiß, wie wichtig Bestäubung für eine erfolgreiche Ernte ist. Wer seine Ernte in guten Händen – oder besser gesagt: in guten Flügeln – wissen möchte, ist bei uns von Wiedhonig genau richtig. Wir sind in der Region unterwegs. Im Umkreis von rund 50 km um Neuwied stellen wir auf Anfrage unsere Bienenvölker auf euren Flächen auf. Einfach melden und die Bestäubungsleistung auf den eigenen Flächen deutlich verbessern! Mit der Wiedhonig-Wanderimkerei.

 

Was ist Wanderimkerei?

Bei der Wanderimkerei werden die Bienenvölker nicht dauerhaft an einem festen Standort gehalten, sondern gezielt dorthin transportiert, wo gerade Blütentracht verfügbar ist. Die Völker wandern also mit den Jahreszeiten: von der Obstblüte im April über den Raps im Mai bis hin zu Linde und Kastanie im Sommer.

Dieses Prinzip ist so alt wie die Imkerei selbst. Die Bienen erhalten stets das beste Angebot an Nektar und Pollen, der Imker kann sortenreinen Honig ernten und der Landwirt profitiert von einer deutlich besseren Bestäubung seiner Kulturen.

Wanderimker stellen ihre Völker saisonal auf fremden Flächen auf, ernten den Honig und ziehen dann weiter zur nächsten Tracht. Ein fairer Deal für alle Beteiligten.

 

Wie läuft das in der Praxis ab?

  1. Die Anfrage

Der erste Schritt ist ein einfaches Gespräch. Landwirt, Obstbauer und wir klären gemeinsam:

  • Welche Kulturen stehen an? (Obstbäume, Raps, Klee, Phacelia …)
  • Wann ist die Blütezeit?
  • Wie groß ist die zu bestäubende Fläche?
  • Gibt es bereits andere Imker in der Nähe?

Das braucht keine große Bürokratie. In der Regel reicht ein kurzes Telefonat oder ein persönliches Treffen vor Ort.

  1. Platzbedarf

Ein Bienenvolk benötigt keinen großen Platz. Auf eine Europalette passen zwei Bienenbeuten. Für eine Gruppe von zehn Völkern reicht ein ruhiges, trockenes Plätzchen am Feldrand, das möglichst in Windschutzlage liegt und einen freien Anflug in Richtung der Blütenfläche ermöglicht. Dabei sollte das Flugloch in Richtung Süden zeigen. Hinter den Bienenbeuten benötigen wir ca. zwei Meter Platz zum Arbeiten.

Wichtig: Die Bienen sollten möglichst nah an der Zielfläche stehen. Je kürzer der Weg, desto mehr Energie kann das Volk ins Sammeln stecken – und desto dichter ist die Bestäubung.

 

Wie viele Bienenvölker braucht meine Fläche?

Die Antwort hängt weniger von der Fläche selbst ab als von der gewünschten Bestäubungsintensität – und von der Kultur, die bestäubt werden soll. Ein starkes Bienenvolk legt täglich weite Strecken zurück und deckt dabei ein großes Einzugsgebiet ab. Für die Praxis ist aber entscheidend: Wie gleichmäßig und dicht soll die Bestäubung sein?

Bei Obstgärten, Beerenplantagen oder anderen Kulturen mit hohem Bestäubungsbedarf empfiehlt sich ein gezielter Einsatz von mehreren Völkern pro Hektar. Bei großen Ackerflächen wie Raps geht es weniger um lückenlose Einzelbestäubung als um Ertragsoptimierung – hier reichen deutlich weniger Völker aus.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den empfohlenen Völkereinsatz je Kultur:

KulturVölker / ha
Luzerne10
Rotklee8
Heidelbeere7–8
Ackerbohne6
Phacelia6
Apfel3–4
Birne3–4
Raps2,5–4
Weißer Senf4
Buchweizen3–5
Bohnen2–3
Sonnenblume2
Erdbeere1–2

 

Was kostet Wanderimkerei?

Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. In der Praxis gibt es zwei Modelle – je nachdem, was die Fläche bietet und was gefragt ist.

Modell 1: Klassische Wanderimkerei – kostenlos für beide Seiten

Bei ertragreichen Trachten wie Raps, Linde oder Robinie stellt der Imker seine Völker kostenlos auf. Er profitiert vom Honigertrag, der Landwirt von der Bestäubung. Beide gewinnen – ohne dass Geld fließt. Das ist das klassische Modell, das seit Generationen funktioniert.

Modell 2: Bestäubungsimkerei – der Landwirt zahlt eine Prämie

Wer Bienenvölker nicht als Gelegenheitsbesucher, sondern als gezielte Bestäubungsdienstleistung für seine Kulturen haben möchte, kann das auch beauftragen. Dabei steht nicht der Honigertrag des Imkers im Vordergrund, sondern die möglichst dichte und zuverlässige Bestäubung der Fläche. Das ist besonders relevant bei Intensivkulturen wie Erdbeeren, Obstbau oder Gemüse.

In diesem Fall zahlt der Landwirt eine sogenannte Bestäubungsprämie. Die Vereinigung der Bestäubungsimker empfiehlt als Richtwert 55 Euro pro Volk und Blühperiode.

 

Übersicht: Wer zahlt wann?

SituationWer zahlt?
Ertragreiche Tracht (Raps, Linde, Robinie)Niemand – Imker profitiert vom Honigertrag
Magere Tracht, aber BestäubungsbedarfLandwirt zahlt Prämie (~55 €/Volk)
Intensivkulturen (Erdbeeren, Obstbau, Gewächshaus)Landwirt zahlt, oft höhere Sätze

 

Warum lohnt sich das für Landwirte und Obstbauern?

Die Zahlen sprechen für sich: Studien zeigen, dass eine gute Bienenbestäubung bei Obstbäumen den Ertrag um bis zu 30–40 % steigern kann. Bei Raps, Erdbeeren oder Beerenobst sind ähnliche Effekte bekannt. Wer Wanderimker auf seine Flächen holt, investiert nichts – und gewinnt trotzdem.

Dazu kommt: Heimischer Honig aus der Region hat einen echten Namen und eine Geschichte. Wenn auf dem Etikett steht „Honig vom Obstgarten Meier, Mittelrhein“ – dann ist das Marketing, das wirkt. Manche Betriebe nutzen das als gemeinsame Vermarktungsstory.

 

Wanderimkerei im Raum Neuwied – jetzt Kontakt aufnehmen

Ihr bewirtschaftet Flächen im Umkreis von Neuwied, am Mittelrhein, im Westerwald oder in der Eifel – und wollt wissen, ob Wanderimkerei für eure Kulturen sinnvoll ist?

Wiedhonig bietet Wanderimkerei im 50-km-Radius rund um Neuwied an – bodenständig, regional, auf Augenhöhe. Wir kommen gerne vorbei, schauen uns eure Flächen an und besprechen gemeinsam, was möglich ist.